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Zurueck auf Los

Juni 27, 2017

Nochmal persoenliche und eher schwierige Kost, aber mit optimistischem Ausgang. Und huebschen Bildern.

Ich hatte in der Zwischenzeit meinen Burnout vom letzten Jahr aufgefrischt und dann wieder ansatzweise in den Griff bekommen. Und dann ging, wie man hier so schoen sagt, alles zur Hoelle. Die Gruende kann ich gar nicht so genau erklaeren, oder zumindest nicht in ein paar Saetzen. Es war kompliziert. Ich war kaputt. Und machte kaputt. Und je wichtiger mir etwas war und je verzweifelter ich etwas wollte, desto klaeglicher scheiterte ich. Bis ich am Ende nichts und niemanden mehr hatte, nur noch unertraegliche Schmerzen.

Das stimmte natuerlich so nicht ganz. Depression ist ja eine notorische Luegnerin. Aber wenn man ihr auf den Leim geht, fuehlt sich alles voellig echt und logisch an. Und dann erfuellen sich die eigenen Prophezeiungen schon auch mal selbst. Zum Glueck griff ich schliesslich aus der Abgrundtiefe nach den letzten Strohhalmen. Und am anderen Ende der Strohhalme fand ich zu meinem Erstaunen doch noch Menschen. Solche, die sich mit Abgruenden auskannten. Solche, denen ich aus ihren eigenen herausgeholfen hatte. Die mir sagten und zeigten, dass ich nicht alleine war. Die mich nicht aufgaben. Das liess den Abgrund viel weniger unueberwindlich aussehen, und gab Energie fuer den Aufstieg. Einen holprigen Aufstieg, natuerlich, mit Rueckschlaegen, aber so ist das wohl.

Ein paar Wochen und viele ruehrende Worte, Textnachrichten, Emails, Anrufe, Umarmungen, alte Freunde und neue Kontakte, ein Dutzend Tierbabies, ein paar Therapiestunden, Kneipen- und Kinobesuche, Bergtouren, Segelausfluege, Ruderabenteuer, Konzerte, Gartenbesuche, Sauna-Abende, Lagerfeuer, lange Gespraeche und neue Plaene spaeter fuehle ich mich auf einem guten Weg. Endlich, endlich bin ich zwar nicht immer, auch nicht meistens, aber gar nicht so selten – und hier kommt ein Wort, das dieses Blog lange nicht gesehen hat – gluecklich. Und ich fuehle mich wie ein Arschloch deswegen, aber das ist eine andere Geschichte.

 

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3 Kommentare leave one →
  1. Juli permalink
    Juli 27, 2017 1:32 pm

    Schön, dass da Strohhalme sind und bleiben. :) Zurück auf Los ist oft das Beste, was man tun kann. Nicht zurückschauen. Und sich keinesfalls und niemals nie schlecht fühlen, weil man sich gut fühlt.

    • Juli 30, 2017 11:35 pm

      Danke fuer das Lebenszeichen – ich dachte schon, das Blog ist tot ;)
      Und, ein bitterer Beigeschmack bleibt, aber eigentlich ist davon ja auch niemandem geholfen.

  2. Juli permalink
    September 10, 2017 9:42 pm

    Weit entfernt von tot. :)
    (nur mein Antwortmodus war’s kurzzeitig… ;))

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