Eine Woche danach
Es war eine Zeit der wildwuchernden Floskeln, aber genau das haben wir hier gebraucht. Während also die ausländischen Medien dem amateur-modelnden Terroristen den Gefallen taten, ihn zu einer Art Superstar aus der Hölle zu stilisieren, und es nur eine Frage der Zeit schien, bis die BILD Autogrammkarten organisieren würde, kamen die norwegischen Journalisten recht schnell zur Besinnung.
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“Der Tag, der Norwegen verändern wird”
Für einen kleinen Einblick in die Sicht der Norweger habe ich hier mal den Aftenposten-Artikel des Schriftstellers Roy Jacobsen ungefähr übersetzt. Ich bin nicht mit allem, was er schreibt, komplett einverstanden, aber besonders für die (von mir) hervorgehobenen Passagen bin ich ihm sehr dankbar.
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Lagebericht
Eigentlich sollte das ein fröhlicher Eintrag werden. Darüber, wie ich den schwindenden nordischen Sommer noch einmal in vollen Zügen genieße. Wie ich mich mit meinem neumodischen Mountainbike angefreundet habe und auf Entdeckungsfahrten gehe. Wie ich beeindruckten Touristen Huskies, Polarhelden und die Lofoten zeigen durfte. Dann tauchte aus dem Nichts ein kranker Typ auf und zerschoß dem ganzen Land die Laune, einen Teil seiner engagiertesten Jugend und langfristig wohl die unbeschwerte Grundeinstellung, für die es bewundert, belächelt und beneidet worden war.
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Sommer in Tromsø
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6 bis 29 Grad. Windstill bis stürmisch. Eimerschütten bis strahlendblauer Himmel. Noch vier Tage Mitternachtssonne, dann kommt langsam die Nacht wieder. Ich bin noch nicht bereit, den Sommer loszulassen, diesen launischen, wilden Nordsommer, muss noch mehr Licht und Grün in mir sammeln, Erinnerungen für die dunkle Zeit.
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Lebenszeichen…
Eine Polartag-Kolumne wäre nicht daran gescheitert, daß es zu wenig zu erzählen gäbe, sondern daran, daß so viel auf einmal passiert, daß keine Zeit bleibt, um etwas zu erzählen. Ich komme kaum zum Essen und Schlafen.
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Alles wird gut (zumindest das meiste, vielleicht)
Der Lieblingsfranzøsin gebuehrt ein Orden fuer aussergewøhnliche Leistungen in der Rettung gebrochener Herzen. Es gab einen kleinen Erasmus-Revival-Abend mit vier anderen Ex-Austauschstudenten, die ich in Island kennengelernt hatte. Tromsø ist halt der Nabel der Welt, an dem sich alles trifft. Die Zeit der Mitternachtssonne hat begonnen, so dass das Mitternachtsmistwetter, das sogleich folgte, auch richtig schøn erkennbar war. Es hat geschneit. Weiterlesen…
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Diese Woche habe ich viel Beruhigungstee mit Johanniskraut und Baldrian gebraucht. Ich habe meinen schönen neuen Schal, eine Amalgam-Füllung, die LiebFreundschaft mit dem Husky-Mann und fast meinen Verstand verloren. When life throws shit at you, it always comes in buckets.
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3/4 Übermut, 1/4 Panik
Eigentlich sollte ich ja aus dem Alter raus sein, in dem man sich für unbesiegbar hält. Trotzdem hielt ich es für angebracht, eine explosive Mischung aus
zu betreiben. Weiterlesen…
Im Frühlingswahn
Einen Text schreiben? Fürs Internet? Wo draußen bei FÜNF Grad ÜBER Null die Sonne scheint? Na gut, aber nicht lange. Ich halte es zur Zeit drinnen einfach nicht mehr aus. Der Vermieter hat sich jetzt beim Internetanbieter darüber beschwert, daß niemand zum Reparieren kommt. Ich beschwere mich nicht. Mich hat das kaputte WLAN nämlich endlich von meiner Internetsucht befreit. Jetzt bin ich clean! Ich muß nur dringend los und vielleicht noch einen Topf mit Estragon kaufen, oder Spinatsamen… Weiterlesen…
Ein unerwartetes und eher so mittelfeierliches Osterfest
Da bin ich wieder. Und was auch da war: der Frühling, der Vermieter, und mit ihnen das fließende Wasser in meiner Hütte. Was bleibt: das Wasser. Was sich wieder verabschiedete: der Vermieter (ohne den neuen Wasserhahn zu installieren) und der Frühling – es schneit wieder bei knapp über 0 Grad. Dafür hatte sich das Wetter über Ostern richtig angestrengt, mit bis zu 12 Grad. PLUS!
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